Meine Projekte

#100 Stimmen gegen Kinderarmut

Kinderarmut verstanden wir lange demographisch als Gesellschaft mit zu wenigen Kindern. 

Kinderarmut heute bedeutet: Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen allein in Berlin leidet unter Armut – materieller Armut. In unserer satten und an Empörung reichen Gesellschaft.

Wichtiger als den Fingerzeig auf Eltern und Familien ist Prävention: Aufmerksamkeit zu schaffen bei allen Beteiligten, beginnend in der Krippe, über Kita, Schule bis hin zur Ausbildung. Aus dem sozialen Umfeld heraus Empathie zu entwickeln, Erzieher*innen und Lehrer*innen zu sensibilisieren, und als Gesellschaft öffentliche Verantwortung zu übernehmen.  

Armut ist kein Makel. Zeiten wie diese zeigen uns, wie schnell und unvermutet – auch unverschuldet - jede/r von uns in Armut geraten kann. Gib einem Kind seinen Wert, indem du seine Stimme hörst und Zeichen erkennst. Und werde so Teil der Präventionskette, die Armut verhindert.

 

*2. Kinderarmutskonferenz am 26. Mai 2021*

 

Kampagne #100 Stimmen gegen Kinderarmut:

 

Zu den ersten Kampagnenbotschaftern zählen Sven Felski (Eisbären Berlin), Christian Awe (Künstler), Moritz van Dülmen (Geschäftsführer Kulturprojekte Berlin), Björn Döring (Geschäftsführer des Fachhandels für Ereignisse und Vorstandsvorsitzender vom Förderverein Obersee & Orankesee e.V.) und Mathias Roloff (Bildender Künstler und tätig im Bereich Kulturelle Bildung) und 

Patricia Holland Moritz (Schriftstellerin): „Kinder sind in meinen Augen wie unbemalte Leinwände, noch nicht geprägt von den Einflüssen der Gesellschaft, in die sie hineinwachsen. Ist ihr Umfeld von Armut bestimmt, dann haben sie von vornherein eine viel schlechtere Ausgangsbasis für ein erfülltes Leben als sie Kinder aus bessergestellten Familien haben. Dieser Umstand ist alles andere als gerecht, daher haben wir als ebenjene Gesellschaft geradezu die Pflicht, die Hürden zu Bildung, außerschulischen Aktivitäten, Freizeitgestaltung und Förderung der jedem Kind innewohnenden Talente zu ermöglichen. Nicht zu vergessen sind hierbei auch jene Kinder, die unter psychischer oder physischer Beeinträchtigung leiden und in finanziell benachteiligten Familien aufwachsen. Ich möchte mich für ihre Inklusion in Bildung und Kultur einsetzen, um auch sie an der Vielfalt von Angeboten teilhaben zu lassen. Deshalb unterstütze ich die Kampagne mit meinem Engagement.“

Unterstützung der Kultur im Kiez: B.L.O. Atelier Freundeskreis 

Ich bin aktive Unterstützerin, Nachbarin und oft zu Gast in den B.L.O.-Ateliers. 

"Wo keine Kunst mehr ist, da ist es still.
 Und wo Stille herrscht, herrscht Frust. 
 Und wo Frust herrscht, herrscht Gewalt." 

Ehemaliges Stasi-Gelände als Campus für Demokratie 
Zwischen 1950 und 1989 wurde der seit der Wende zum 20. Jh. schrittweise entwickelte Block zw. Frankfurter Allee, Rusche-, Normannen- u. Magdalenenstr. mehr und mehr durch das Ministerium d. Staatssicherheit der DDR vereinnahmt. Heute prägen unterschiedliche öffentliche Einrichtungen, u.a. der Erinnerungskultur, private Angebote und ein umfangreicher Leerstand den Block. Das soll sich schrittweise ändern. -
Hier einen Ort lebendiger Erinnerungskultur zu schaffen ist mein Anspruch.
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Foto © Udo Dittfurth, Planergesellschaft 

Tagestreff für Wohnungslose und Bedürftige Weitlingkiez
Hier arbeite ich ehrenamtlich. Unsere Klient*innen bekommen drei Mahlzeiten, die Möglichkeit zum Duschen,  

erhalten ärztliche Behandlung und Spenden aus der Kleiderklammer, die Möglichkeit zum Austausch und Gespräch oder einfach nur zum Ausruhen. 
 Ich schreibe mir nicht auf die Fahne, die Zahl der obdachlosen Menschen verringern zu können, wer kann das und wie? Ich stehe für individuelle Betreuung: Wann bekommt der Tagestreff die gg. Corona notwendigen Impfdosen zur Impfung unserer Klient*innen geliefert? Besteht bei der/dem einen oder anderen Rentenanspruch, um den sie oder er sich nicht kümmert/Kümmern kann? Und wenn jmd. Hausverbot in einem Supermarkt hat, dann frage ich die dortige Geschäftsführung nach den  Gründen - und ob sich das Problem nicht lösen lässt. - Also: Redet mit den Menschen, bietet ihnen einfach das Gespräch. Auch das ist Kultur: unser Umgang miteinander. 

Centergipfel Lichtenberg
Shopping-Malls und kein Ende - Geradezu inflationär über die Stadt verteilt, mutieren sie zu toten Winkeln, weil es eben nicht permanent gut steht um die Kaufkraft der Menschen. 

Deshalb sollten Center dieser Art zu einer echten Bereicherung werden: als Mittelpunkt der Kieze, dabei aber weiterentwickelt weg vom Konsumtempel hin zur Begegnungsstätte. Zu einem Ort, an dem der kleine und der große Alltag ihre Entsprechung finden.

In meinem Bezirk ist das Tierparkcenter eine feste Größe - und unter den Anwohnenden immer Topthema. Sie sind für den Erhalt, aber das Ganze müsse wieder einladender werden. 

Nun gibt's endlich einen Lichtblick: Das Center wird umgebaut. Eine Kita soll rein, Büroflächen und neue Verkaufsflächen geschaffen werden. Apotheke, Drogeriemarkt und Bürgeramt bleiben erhalten. 

Und es besteht ein offener Austausch dazu, in dem diejenigen, die es doch nutzen sollen, uns mitteilen, woran tatsächlicher Bedarf besteht: https://bit.ly/3eCBMZc